Es spricht durchaus nichts dagegen sich nach langen Afrika Reisen voller körperlicher Strapazen, Entbehrungen, Pannen, aufregenden Abenteuern, gigantischen Naturschauspielen und der Besinnung auf das Wesentliche einen Urlaub auf Mallorca im Hotel Berlin zu gönnen. Ein ziemlich krasser Unterschied, kommt man doch aus der Natur und Armut direkt in die Zivilisation und den Überfluss. Nun ja, alles hat irgendwo seine Vor- und Nachteile und wenn man sich ein paar Nächte auf dem Ballermann um die Ohren geschlagen hat, werden einem die unheimlich großen Kulturunterschiede hautnah bewusst. Es ist wie eine Reise zwischen zwei Welten oder eine Zeitreise von der Vergangenheit in die Zukunft. Es sind zwar schon viele Europäer und auch Mallorquiner in Afrika gewesen, aber ich habe noch nie einen Afrikaner an den Stränden von Paguera oder an der Cala Mesquida gesehen. Ich denke, selbst wenn sie das Geld dazu hätten, würden sie diese geordneten Strandverhältnisse nicht besonders reizvoll finden. Gibt es überhaupt Reiseangebote von Afrika direkt nach Mallorca? Warum sollte auch ein Afrikaner nach Mallorca reisen? Sicherlich nicht wegen der Sonne, wie wir es tun. Wahrscheinlich wäre es ihm dort sowieso zu eng. Im direkten Vergleich, ohne einen Zwischenstopp in Deutschland und ohne eine Möglichkeit, sich nach und nach wieder an das gewohnte Leben zu gewöhnen, kommen einem die von sonnenhungrigen Urlaubern überfüllten Strände so lächerlich und das Verhalten der Touristen so dekadent vor, dass man sich der modernen Zivilisation fast schämen möchte. Dennoch haben diese beiden so verschiedenen Welten auch etwas gemeinsam. Und zwar gehen die Uhren doch etwas langsamer, auf Mallorca im Urlaub und in Afrika im Alltag. Für alle, die sich gern diesen extremen Kulturunterschieden hingeben möchten, ist eine Afrika-Mallorca-Reise genau das richtige.