18.1.03 Victoria Falls
Am nächsten Tag finden wir uns um 10.00 Uhr am Reisebüro ein, um den etwas spontanen Ausflug nach Sambia zu starten.
Auf der Ladefläche eines Geländewagens (mit Sitzbänken) geht es zum 1 km entfernten Grenzposten. Der Fahrer verschwindet mit unseren Pässen für wenige Minuten im Abfertigungsgebäude um gleich darauf die Fahrt fortzusetzen. Ein kurzes Hallo zum Posten am Ausgang und drüben sind wir.
Wenige Kilometer hinter der Grenze befindet sich der Helikopterstartplatz. Der kleine Hubschrauber fasst bis zu 6 Personen. Durch die Glaskuppel hat man eine fantastische Rundumsicht. Wir fliegen einmal rechtsherum über die Fälle, dann linksherum und ein kurzes Stück den Sambesi hinauf.
Die Fotoapparate klicken um die Wette. Der Pilot gibt über Kopfhörer Hinweise wo gerade Nilpferde oder Krokodile im Fluss zu sehen sind. Nach 15 Minuten ist der ganze Spaß vorbei. Bei der Landung warten schon die nächsten Touristen auf den Flug.
Unter den laufenden Rotorblättern gehen wir zum Gebäude. Instinktiv ducken wir uns dabei, obwohl das eigentlich nicht notwendig ist. Wohl zu viele Filme gesehen. Abgerechnet wird hinterher. Aus den 75 US-$ sind mittlerweile über 80 geworden. Es waren also kein Billigflüge, die dort den Touristen verkauft wurden.
Ich hatte schon vermutet, dass für die Zubringerfahrt und die Grenzformalitäten noch etwas draufgeschlagen wird. Aber was soll's, das war es uns wert und wer weiß ob wir hier jemals wieder hier herkommen. Auf dem Rückweg fahren wir kurz nach Livingstone, da zwei andere Touristen (erfolglos) in Sambia Geld tauschen wollen. Über die Grenze geht es genauso schnell wie auf der Hinfahrt, Pässe abgeholt und tschüß.



Am Nachmittag besuchen wir den Park unmittelbar gegenüber der Wasserfälle. Eintritt für Nicht-Simbabwer 20 US-$, auch hier werden Euros gerne genommen.
Der Wanderweg führt oft bis an den Abgrund heran nur etwas Gestrüpp dient als Absperrung. Der Regenschirm, den wir am ersten Tag unseres Urlaubes erworben haben, leistet uns hier gute Dienste da mit jeder Windböe vom Fluss ein Tröpfchenregen auf uns niedergeht. Wir können zusehen wie sich von der Brücke die Simbabwe mit Sambia verbindet Bungeespringer in die Tiefe stürzen. Unterwegs treffen wir eine Thüringerin die bei einem Schweizer zu Besuch ist. Er hat in Mutare (Ostsimbabwe) eine Hühnerfarm. Da unsere geplante Route durch Mutare führt, erwägen wir einen Abstecher dorthin zu machen.
In Victoria Falls gibt es auch ein Büro unseres Autovermieters Hertz. Wir sprechen den Angestellten auf die Frage der Benzinversorgung an. Wenn die Autos vermieten muss man damit auch fahren können.
Wir bereiten die Rückfahrt vor, indem wir den mitgebrachten Bezinvorrat in das Auto umfüllen. Um vielleicht doch noch an Benzin zu kommen erwägen wir in das 70 km entfernte Botswana oder nach Sambia tanken zu fahren. Aber daraus wird nichts.
Auch der Mitarbeiter einer Hertz-Agentur die sich im Ort befindet, kann uns in dieser Frage nicht weiterhelfen. Am Abend sehen wir wie ein Angestellter des Backpacker mehrere grüne Kanister in das Gebäude trägt. Und so wie er sie trägt scheinen sie randvoll zu sein. Aber da wir schon einmal erfolglos nachgefragt haben, lassen wir es bleiben. Mit unserem Vorrat sind wir im Moment noch auf der sicheren Seite.


